Anno Hecker in der FAZ über den Auftritt des “lebenslang” gesperrten Ex-Formel 1-Managers Flavio Briatore am vergangenen Wochenende im Fahrerlager des GP von Monaco 2010:
In Wahrheit ist die Formel 1 eine Zeitmaschine mit einem irrwitzigen Verbrauch. „Lebenslang“ entspricht etwa acht Monaten.
Der Gesamte Artikel ist hier zu lesen: Besuch von Briatore
Published on 18. Mai 2010 10:18.
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Tobias Rüther hat in der FAZ leise Zweifel angesichts der Wahl des Time-Magazins, Lady Gaga auf die Liste der 100 wichtigsten Menschen der Welt zu setzen:
Und ja, es stimmt, Lady Gaga kann Klavier spielen und Rilke zitieren. Aber das gilt auch für Helmut Schmidt.
Den ganzen Artikel gibts hier zu lesen: Lady Gaga – Freak, du glänzt!
Published on 4. Mai 2010 09:31.
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Die FAZ zitiert den Schweizer Wirtschaftspädagogen Rolf Dubs von der Universität St. Gallen in einem Artikel, der die sog. “Bildungsrendite” von Studienfächern mit Ausbildungsberufen vergleicht (Jurist vs Rechtspfleger, Arzt versus Krankenschwester, Ingenieurin und Mechatroniker):
„In Amerika verdient ein guter Liftmonteur schon jetzt so viel wie ein Professor.“
Welch erfrischender Einwurf in der Debatte um die Bildungselite. Spannend, dass die Zeitung aus dem Nukleus des bundesrepublikanischen Bildungsbürgertums die akademische Ausbildung einem so rigiden Effizienz-Diktat unterwirft. Wir freuen uns jedenfalls schon auf die ersten Liftmonteure im Feuilleton. Oder ist das eine Überinterpretation? Autor Sebastian Balzter hat übrigens noch ganz klassisch die Renditeindikatoren seiner Ausbildung ignoriert und Geschichte, Nordgermanische Philologie und “Euroculture” studiert. “Warten auf das große Geld” kann hier gelesen werden. Viel Vergnügen.
Published on 11. April 2010 14:50.
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Wie auch von uns erwartet hat Apple Inc. gestern im Rahmen einer Entwicklerkonferenz zum kommenden 4.0er Update des iPhone OS, das auch die Betriebssystem-Basis des neuen iPad ist, eine mobile Werbeplattform namens iAd angekündigt:
iAd
iAd is a breakthrough mobile advertising platform from Apple. With it, apps can feature rich media ads that combine the emotion of TV with the interactivity of the web. For developers, it means a new, easy-to-implement source of revenue. For advertisers, it creates a new media outlet that offers consumers highly targeted information.
iAd basiert naheliegenderweise auf dem System der kürzlich akquirierten Quattro Wireless (wir haben den Kauf hier schon mal oberflächlich analysiert). Apple stellt nach eigener Aussage das gesamte kaufmännische und physische Distributionsnetzwerk, während Applikationsentwickler “lediglich” die gebuchten Ads in Ihren Programmen für einen Erlösquotienten von 60 Prozent platzieren können. Wir werden das in Kürze genauer unter die Lupe nehmen, natürlich insbesondere aus dem gestalterischen Blickwinkel und der geschäftlichen Warte. Während Flash von Apple die rote Karte gezeigt bekommt scheint der – eine schnell wachsende Gerätebasis vorausgesetzt – gute alte sog. “TV”-Spot vor einem Comeback zu stehen. Für alle, die statt bulletpoints immer noch lieber gute Geschichten erzählen, könnten das ganz gute Nachrichten sein. Dabei werden besonders die Buchungsdetails höchstinteressant sein – denn je nachdem, könnte so mancher mit viel Fortschrittselan just ins Moneten-Internet gestartete Verleger nun fürchten, den Kern seines Geschäftsmodells gerade nach Cupertino verschenkt haben.
Update (gesehen bei Mac-Essentials): die gestrige OS-Vorstellung gibts nun auch als Stream
Published on 9. April 2010 07:13.
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1. Content: WELT & WamS als Abo auf dem Tablett
Allmählich ist es an der Zeit Apples iPad wieder etwas genauer aus der Ferne zu betrachten, denn seit unserem ersten virtuellen Wunsch-und-Wirklichkeits-Vergleich Mitte Februar hat sich einiges getan. Während wir hier wieder eher nach dem Business schauen und uns um Entwicklungsfragen kümmern, können sich interessierte die ersten Hardwarebesprechungen und Tests ansehen – die Mac Essentials haben eine Zusammenfassung der maßgeblichen Berichte.
Fangen wir hinten, besser gesagt beim gestern und im übermorgen an: am Samstag kommt der eigenblutgedopte iPod Maxi Details »
Published on 1. April 2010 13:06.
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Das Handelsblatt berichtet heute von durchschnittlich 10,51 Millionen Zuschauern, die Michael Schumachers Formel-1 Comeback in Bahrain auf RTL am Sonntag beim (trotzallem langweiligen!) Runden drehen zusahen (Marktanteil von 49,2 Prozent). Noch vor einem Jahr verfolgten laut HaBla lediglich 5,35 Millionen mit den Kölnern der Wettfahrt im Wüstenstaat. (Bild aus Marios unerschöpflichem Archiv)
Published on 16. März 2010 19:26.
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Nachdem wir uns letzte Woche bitter über die digitale Version des Druck-SPIEGELs beschwert haben, die anscheinend in einem Anfall von Effizienz-Übereifer angesichts der neuen iPhone Version der Publikation auch die Desktop-Abonnenten nur noch in einem Fünftel ihrer üblichen Größe erreichte, haben wir heuer nochmal nachgemessen und können vermelden: der SPIEGEL Verlag hat seine Hausaufgaben gemacht und mit Ausgabe 10-2010 nun wieder in gewohnter Qualität eine knapp 25 MB große pdf in korrekter Seitenfolge ausgeliefert. So solls sein.
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Published on 8. März 2010 10:33.
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Da hat der SPIEGEL seinen langjährigen Digital-Abonnenten am Wochenende aber einen Bärendienst angetan: anstatt der in den letzten Jahren etwa 20-30 MB großen Komplett-pdf des Druck-Spiegels wird seit Sonntag ein miserabel zusammendistilltes, 8,5 MB großes und optisch völlig verhunztes pdf ausgeliefert, dem obendrein auch noch die Anzeigenseiten fehlen. Das ist insbesondere deshalb ärgerlich, weil sich die Entfernung einzelner Seiten logischerweise nach keinem numerischen Raster richtet, so dass teilweise wahllos wirkend Seiten in der Doppelseitenansicht fehlen. So stehen nun also teilweise linke Seiten (gerade Pagina) rechts und umgekehrt. In der dem Magazin vorbestimmten Form, nämlich der Doppelseitenansicht, ist jeglicher Layouteindruck dahin, die extrem komprimierte pdf Darstellung trägt mit wüsten Kompressionsartefakten ein übriges dazu bei, dass ein bis eben noch vorbildliches digitales Produkt völlig verhunzt an den verduzten “Premium”-Kunden ausgeliefert wird, der, und das sei betont, im Voraus handfestes Geld für sein pdf-Abo bezahlt hat. Man weiß gar nicht was man schlimmer finden soll – die Tatsache, dass der digitale SPIEGEL jetzt nur noch als zerrupftes Einzelseitenexzerpt gelesen ungenießbarer als ein Altpapierfund ist, oder dass die unterirdische Dateigrößen’optimierung’ die ja schon mit genug geschlagene Margot Käßmann auf dem Cover noch mehr verknittert, als es die Umstände ohnehin schon erzwingen.
Fehlschläge passieren immer mal wieder, das liegt in Produktionsumgebungen mit einer Vielzahl Beteiligter in der Natur der Sache. Was die Geschichte beim SPIEGEL aber eher nach Wille als nach mangelndem Können aussehen lässt, ist die Tatsache dass jüngt die unvermeidliche “App” fürs iPhone veröffentlicht wurde, über die der geneigte Abonnent (ganz wie bei der BILD seit letztem Jahr) nun den Druckspiegel auch auf dem Apple-Phone runterladen kann. Anstatt nun der an ein qualitativ hochwertiges digitales Produkt gewöhnten Stammkundschaft Ihr 30 MB pdf zu lassen, und den iPhone Kunden eine runtergerechnete Version anzubieten (was ja Sinn hätte, denn die Auflösung und das Format von 480 x 320 Pixel bei 163 ppi machen größere Dateien unnötig) bekommen nun ALLE diesen Murks vorgesetzt. Unsere bescheidene Meinung: das ist Quatsch und zwar genau die Sorte, die eben mit dem Aufkommen mobiler Netzreader wie iPhone, iPad & Co. gerade nicht passieren sollte. Details »
Published on 1. März 2010 20:41.
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Right, nach diesem 180 Sekunden-Lacher von Neil Curtis (nicht geschaut? Dann aber bitte mit Ton, der Clip dürfte selbst Die-Hard-Windows-Fans ein Zucken im Mundwinkel entlocken) und einigem Abstand vom hyperventilierten Vorstellungstermin vorletzter Woche wollen wir uns Arthur C. Clarkes Newspad in der Apple-Version etwas genauer anschauen um die ersten Infos des noch recht virtuellen Gerätes mit unseren Prognosen abzugleichen und uns insbesondere die ökonomischen Perspektiven für Marketing und Verlagswesen um die gehärtete Glasscheibe herum näher ansehen. Details »
Published on 14. Februar 2010 21:17.
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Berthold Kohler kommentiert in der FAZ 100 Tage Schwarz-Gelb. Dabei gelingt ihm ein bemerkenswerter Aphorismus aus der Umkehrung gleich zweier Floskeln, die für sich genommen zu Recht auf dem Index der nichtzubenutzenden Klischees stehen:
Der Zauber, der diesem Anfang zugeschrieben werden könnte, das wissen auch die Schönredner, wäre allenfalls ein fauler.
Published on 4. Februar 2010 15:13.
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Apple hat die offiziellen Videomitschnitte der gestrigen Tablet-Vorstellung als Quicktimestreams gepostet – hier gehts los. Wir werden uns in den kommenden Tagen die Einzelheiten genauer anschauen und mit den Spekulationen abgleichen. So viel vorweg: das iPad ist mehr als ein gepimpter iPod, aber zur Zeit anscheinend hardwarezentrierter als gedacht. (Screenshot © Apple, Inc., und ganz nebenbei: die haben das Bild wirklich “hero20100127″ genannt …)
Published on 28. Januar 2010 09:49.
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Heute also ist es soweit, Steve Jobs hat nach San Francisco ins Yerba Buena Center for the Arts Theater um 10 a.m. pacific time eingeladen:
Come see our latest creation.
Wir haben uns in den vergangenen Tagen in bequemer Zurückhaltung geübt und nicht jedes Gerücht abgetippt und als Neuigkeit drittverwertet dass inzwischen medienübergreifend zur wohl größten Hype-Welle in Apples Firmengeschichte angeschwollen ist. So weit haben die smarten Vereinfacher in Cupertino (mal wieder) alles richtig gemacht. Die Erwartungen sind inzwischen dermaßen angeschwollen – wie gehabt vor der Vorstellung neuer Äpfel – dass das Gerät und sein Geschäftsmodell nicht nur revolutionär sein müssen, sondern nebenbei nicht weniger als die Rettung der ganzen Medienbranche vollbringen sollen. Ob WSJ, FTD, FAZ, Manager Magazin oder die TAZ – die Gerüchteschleudern tragen in diesen Tagen die ganz großen Namen, und schlagen dabei den unentschlossenen Ton bescherungstrunkener Kinder am Weihnachtsnachmittag an: einerseits auf das große, nie dagewesene Wundergeschenk hoffend und sich im gleichen Atemzug selbstbeschwichtigend einredend, dass man die Vorfreude auf das große Piratenschiff zügeln muß, denn so was tolles kann ja gar nicht in den heimlich aufgestöberten Geschenkkartons drin sein, es könnte ja auch etwas ganz anderes sein, über dass man sich dann auch noch freuen können will. Details »
Published on 27. Januar 2010 10:19.
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Wenn selbst SPon anfängt die Apfel-Tablett-Gerüchte zu einer Story zusammenzubauen, und sich die gadgetgeilen Gerüchtekolportierer NYT schon darauf einschießt, dass Microsoft bereits heute abend auf der CES Apple die Show mit einer serienreifen Version Ihres Courier Tabletts stehlen könnte, wenden wir uns in aller Ruhe dem Wesentlichen zu: Business statt Gadgets.
Schließlich ist die Idee mit dem Tablett PC hardwareseitig alles andere als neu. Apple hat schon vor Urzeiten mit dem Newton und einigen nie veröffentlichen Experimenten am Thema gearbeitet, Microsoft war vor einigen Jahren bereits die treibende Kraft der Neuzeit hinter tastaturlosen Mobilcomputern. Wenn diese frühen Gehversuche auch allesamt auf nervige Stifteingaben angewiesen waren, dürfte sich hier nun – wie auch im Mobilfunkmarkt – auf breiter Front der Touchscreen durchsetzen. Wie auch immer – Formfaktor und Funktionalität einer Hardware interessieren uns in unserer Strategie-Serie zum Tablet weniger, denn eingedenk des aktuellen technologischen Standes dürften die erwarteten Geräte keine revolutionären Überraschungen bereithalten. Anders sieht das beim Interface aus, und da erwarten wir von Apple durchaus Überraschungen, wobei damit Microsoft nach den jüngsten Höhenflügen mit bing und Windows 7 (abgesehen von der skurillen Einführungskampagne …) nicht verfrüht abgeschrieben werden sollte.
Den Unterschied und damit die Entscheidung über Erfolg oder just-another-binned-gadget wird ein Contentgeschäftsmodell machen und nicht die Spezifikations-Listen eines Touchscreen-Computers, und da schätzen wir Apple derzeit auf die Pole-Position. Dafür gabs in den vergangenen Wochen einige neue Anhaltspunkte über die hier und hier berichteten Entwicklungen im Zeitungs- und sog. “Print”-Sektor sowie bei den Buchverlagen hinaus:
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Published on 6. Januar 2010 21:25.
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Auch deutsche Verlage wagen sich zaghaft aus der Deckung um Claims für die Tablet-Dekade abzustecken: Rundschau-Verleger Konstantin Neven Dumont wiederholt in einem kürzlich erschienen Editorial Hubert Burdas Klage gegen die Google’schen Eigentumsdelikte (“Suchmaschinen greifen ab”), ohne allerdings zu erwähnen, dass man als Contentanbieter durch geeignete SEO Maßnahmen der weltweiten Auffindbarkeit des eigenen Schaffens durchaus aktiv Vorschub leistet, und sieht die bundesrepublikanische “politische Hygiene” in Gefahr, da die Medienkrise den investigativen Journalismus bedrohe. Dass schwindende Erlösquellen den Journalismus an sich bedrohen ist sicher eine widerlegbare These, dass engagierte Verleger die adäquaten Mittel haben diesem selbst beklagten Umstand angemessen (unser Anwärter für das Wort des Jahres) zu begegnen beruhigt uns. Interessant ist ganz am Ende folgender Satz, der mit leichter Fremdartigkeit in dem Text steht, und Paranoiker dazu verleiten könnte hier des Pudels Editorials Kern zu sehen:
Daneben gibt es Überlegungen, eine Vermarktungsplattform für Bezahlinhalte deutschsprachiger Verlage und Autoren zu gründen.
Das finden wir doch reichlich interessant, klingt hier doch eine technische Kollaborationsebene unter den deutschen Verlagen an, wie wir sie bereits in den Staaten Ende November gesehen haben (siehe unser Bericht US-Verlage gründen Mediendienstleister)
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Published on 17. Dezember 2009 12:13.
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Reuters zitiert heute den Senior Analyst für Applied Technology von Oppenheimer Yair Reiner mit einigen Mutmaßungen hinsichtlich Vermarktungszeitpunkt (“launch in late March”) und potentiellen Earnings per Share (“boost of 25 to 38 cents per quarter” bei unterstelltem Stückpreis von ca. 1.000 USD und einer Stückzahl von 1 – 1,5 Mio Units per Quartal) bezüglich des auch von uns vermuteten Apple Tablet Computers. Interessanter als die üblichen Analystenhochrechnungen und Blicke in die Hardwareglaskugel (“10.1-inch multitouch LCD screen”) finden wir Reiners folgende Aussage:
Apple has also approached book publishers to distribute their content electronically, and has offered them a revenue cut of 70 percent without requiring exclusivity, Reiner said.
Das wäre ein sehr direkter Angriff auf Amazons Kindle, der 70 Prozent nur bei voller Contentexklusivität an die Verleger zahlt, ansonsten 50%. Über Contentdeals mit Magazin-Verlegern berichtete Reiner nichts. Währenddessen hat das Konsortium aus Time Inc, Condé Nast, Hearst Corporation, Meredith und the News Corporation laut NYT vorgestern offiziell die Gründung einer bisher namenlosen Unternehmung (“unnamed venture”) zur Gestaltung und Aufbereitung digitalen Magazincontents für Geräte, die noch nicht existieren offiziell bekanntgegeben. Wir berichteten hier.
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Published on 10. Dezember 2009 20:12.
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Allmählich schwappen konkretere Hinweise zum allseits vermuteten Apple Tablet ins Netz – Zeit für eine neue Zusammenfassung der aktuellen Entwicklungen. Derzeitiges Highlight ist die obige Demo-Version von Sports Illustrated, die Time Inc. nun veröffentlicht hat. Anfang November bestätigte die Medien-Industrie in Person von James Murdoch das erste mal offiziell die Existenz des Apfeltabletts, was wir zum Anlass für eine größere Spekulation hinsichtlich des Geschäftsmodells und der damit verbundenen Chancen für Verlage und Publisher nutzten. Ende November machten Berichte die Runde, dass sich namhafte US-Verlage zusammenschließen, um einen technischen Diensteister unter Leitung von Time Inc. Executive Vice President John Squires zu gründen, der Inhalte für das Tablet aufbereiten soll. Schließlich nahm sich verblüffenderweise issuu ein Herz und renderte auf dem offiziellen Firmenblog erstmals einen mockup zum kolportierten Gerät.
Nach Condé Nast (gehört zum Kreis der Gründer des Content-Dienstleisters) mit einer etwas wackligen Demo wie das Wired Mag auf dem Tablett dargereicht werden könnte (Video nach dem Break) geht nun Time Inc. vollends in die Offensive und mit einer erstaunlich ausführlichen Demo von Amerikas führendem Sportmagazin.
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Published on 3. Dezember 2009 10:09.
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“Heben Sie das Heft auf: mal sehen, was aus dieser Regierung wird.” schreibt Handelsblatt-Chefredakteur Bernd Ziesemer im Vorwort seines heute erschienen Handelsblatt-Führers (deren Wort, nicht unseres) “Wer uns regiert”. Der 40-Seiter im A5 Format stellt Kanzlerin und Bundesminister im Kurzportrait mit teilweise arg misslungenen Headlines vor, und lag heute jedem HaBla bei (das ist die Zeitung, die man trotz e-paper Abo jeden Tag zugeschickt bekommt und vorm wegwerfen nur deshalb durchblättert, um herauszufinden ob der Briefzusteller nicht was wichtiges darin versteckt hat.) Mit dem ministeriellen Abgang heute mittag und einer Kabinettsrochade hatte das Teil eine Halbwertszeit von, sagen wir, sechs Stunden. Das war, eingedenk des zeitlichen Vorlaufs den auch Standardbeilagen brauchen, sicher schwer vorherzusehen, aber andererseits vielleicht auch konzeptionell etwas kurz gedacht: Denn braucht man so ein Politikersammelalbum wirklich? Auch wenn es die privatwirtschaftliche Presse sicher nicht gerne hört – das Erste hat mit seinen GEZ-Gebühren immerhin das Naheliegende getan: http://www.tagesschau.de/kabinett2009/
Wenns unbedingt Pseudo-Mehrwert in gedruckter Form sein muß empfehlen wir fürs nächste Mal den Panini-Stil: Sammelalbum zum selber einkleben. Via Ferrero lassen sich die Ministeraufkleber sicher auch auf den Schulhöfen zum hype machen – ein klassisches Win-Win-Konzept für die siechen Medien und die von der Jugend so entkoppelten Politik. Und sowas präsentieren wir zum Wochenende sogar gratis …
Bis es soweit ist, überarbeitet das Handelsblatt vielleicht wenigstens das pdf seines ‘Führers’. Schnell hier laden – seit heute ein historisches Dokument
Published on 27. November 2009 18:45.
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Nachdem wir uns Anfang November aufs glatte Parkett der Technologiespekulationen hinsichtlich des Apple Tablets und eines Content-Geschäftsmodells begeben haben (Murdoch bestätigt Apple Tablet. Eine spekulative Analyse.) gibts laut New York Observer anscheinend Bewegung im Markt: John Koblin berichtet am 23.11. dass die namhaftesten US-Verlage wie Time Inc., Condé Nast und Hearst kurz vor der Gründung eines gemeinsamen Technologiedienstleisters stehen sollen, der die über 50 (stark miteinander rivalisierenden) Magazine der Verlage wie The New Yorker, Esquire oder Vogue zum crossmedialen Einsatz auf digitalen Plattformen vor- und aufbereiten soll. Das ganze scheint laut Koblin auf einen Online-Shop hinauszulaufen, in dem die so aufbereiteten Magazine möglichst einfach erworben werden können. Die im Observer zitierten (anonymen) Quellen halten eine offizielle Ankündigung der Firma, die angeblich von Time Inc. Executive Vice President John Squires interimsmäßig geführt werden soll, in den nächsten Wochen für möglich. Der ganze Artikel ist hier zu finden.
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Published on 25. November 2009 18:45.
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Um im Gerüchtebusiness über das vielfach kolportierte Apple Tablet aka Medienreader mitzurühren, sei hier James Murdoch, Sohn von Rupert und Führungskraft im australoamerikanischen Medienunternehmen News Corp. im Druck-SPIEGEL 44/2009 zitiert, der überraschend deutlich und ohne Konjunktiv mit dem Satz “Apple wird einen Reader herausbringen.” im Interview wiedergegeben wird. “Das ist auch eine einmalig gute Gelegenheit, unsere Geschäftsmodelle zu verändern.” so James Murdoch weiter über den neuen Apple.
Nachdem dieser Tage bereits Berichte über eine interne Mitarbeiterkonferenz der New York Times die Runde machten, wo strategische Neuausrichtungen des Online-Geschäfts durch das “bevorstehende Apple Tablet” diskutiert wurden, ist Murdoch der erste bedeutende Vertreter der Inhalteanbieter, der das kolportierte Gerät offiziell als eine Tatsache bezeichnet. Steve Jobs wird das nicht gerne gehört haben.
Aber Apple wäre nicht Apple wenn es um ein bloßes Stück harter Ware gehen würde; das gibts am Markt bereits mehrfach, selbstverständlich auch mit Touchscreen. Wenn der Computerhersteller aus Cupertino das Tablett tastsächlich bringt, dann als Frontend eines Distributionskanals. Wollen wir also auf Basis der verfügbaren Infohäppchen mal etwas spekulieren wie so eine Art “iTunes News Store” funktionieren könnte, und zwar insbesondere unter dem Aspekt des Geschäftsmodells und was das für die Medienindustrie bedeuten könnte.
Unsere unbescheidene Prognose: 1. Der Journalismus könnte allen Unkenrufen vom Untergang zum Trotz vor einer neuen Blüte stehen. 2. Online-Vermarktung und Werbung könnte ein neuer, bidirektionaler Adressierungskanal mit nahezu 100prozentigem Targeting zur Verfügung stehen. Aber der Reihe nach.
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Published on 2. November 2009 18:37.
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