Nachdem Marios eSata Mod des “alten” Mac Mini (Herzstück seines Media-Centers) einer unserer Dauerbrenner beim blog.visualizers.de ist und täglich irgendwo zitiert, gegoogelt und gelesen wird, verschaffen wir nun dem schicken 2010er Mini Apple eine standesgemäße Anbindung. Direkt hier und natürlich auch drüben auf unserem YouTube channel.
Michael Kliehm von der Wiesbadener Apfelklinik hat diverse Äpfel beim Durchleuchter seines Vertrauens röntgen lassen – neben obigem iPad ein schwarzes 13″ Macbook, ein 13″ Macbook Unibody und ein altes Powerbook G3 Lombard. Die entsprechenden Bilder können als Desktophintergründe in wirklich allen erdenklichen Größen hier geladen werden. Im übrigen können wir den Besuch in der Apfelklinik nur empfehlen wenn am geliebten Altgerät Ersatzteile oder exotisches Zubehör wie bspw WLAN-Sticks vom Drittanbieter für den Mac gebraucht werden.
Freund und Kollege Alex Feichter hat in alter “Will-it-blend”-Manier Apples iPad neue, weltmeisterschaftstaugliche Features abgerungen. Damit Cupertino ihn möglichst bald auf den Index seiner Nicht-erwünschten-Kunden wegen respektlosen Umgangs mit Produkten des Hauses setzt, bitten wir um intensives schauen und sharen Viel Spaß.
Und da heißt es immer die Ansteherei am Apple-Konsumtempel sei ein amerikanisches Phänomen … die Frankfurter Ich-will-das-iPad-Schlange ist jedenfalls länger als gedacht.
Hier wollen alle rein – die auf maximalen Andrang ausgelegten Verkaufsflächen von Apple Frankfurt. Kleiner Tip für alle Kaufwilligen: auch Gravis Frankfurt hat iPads am Lager, aber ohne die lange Schlange. (Danke Ricarda!)
How to install advanced audio video in a house build in 1892 without extensive redecoration works? by Mario
Cabling
The concept of the installation is centrally place all audio, video equipment in a single rack, run cables to all rooms from a single central spot and route IR and other signals back to the rack.
In addition to the audio / video cabling, a high speed LAN was an important consideration with every room having 2 CAT6 sockets connected back to the same central rack.
The aim was that every room is fully connected and the central rack can be updated to the latest equipment without putting new cables in.
After the installation the wires available in each room are: Details »
Im April hat uns Mario mit seinem ausführlichen Video-Tutorial gezeigt, wie man mit einem handelsüblichen Mac Mini, einem iiyama ProLite Touchscreen und einigem handwerklichen Geschick einen voll funktionstüchtigen OS X (und nicht iPhone OS) basierten Client-Rechner in der Küchenwand installiert. Während das 10-minütige Video (siehe auch unten) in unserem youtube-Kanal mit > 2.700 Aufrufen ein stetig wachsendes Publikum findet, wollen wir nun an dieser Stelle den größeren Rahmen bechreiben, in dem der In-Wall-Mini seinen Dienst versieht: Das professionell aufgebaute und vorallem kabelbasierte Hausnetzwerk für Musik, TV, DAB und HD Streaming, beginnend bei Planung und Aufbau. Details »
Auf vielfache Nachfrage hier nochmal Marios kompletter Wie-baue-ich-einen-Mac-Mini-mit-Touch-Screen-in-die-Küchenwand-ein Film, ungekürzt, in voller Länge und HD aus unserem youtube-channel. Share and enjoy. Die ausführliche Projektbeschreibung unseres OS X Touch Screen Clients gibts hier.
Video Tutorial Part 3: final touches / install / wonderworks / running / demo!
Drittes und letztes Video unseres Mac Mini Touch Projektes, und aktueller denn je, angesichts der einmonatigen Verschiebung des iPad Verkaufsstarts in Europa. Vorbestellt werden kann ab dem 10. Mai. Viel Spaß also bei den finalen Handgriffen, den kleinen Tricks zum perfekten Finish des Wandeinbaus und der Demo unseres voll funktionsfähigen Mac Mini Touch, inklusive Kosten- Nutzenanalyse.
Video Tutorial Part 2: cut out / box / fitting Weiter gehts mir unserem Touchscreen Mac Mini als in die Wand eingelassenes Terminal. Weil hinter den Kulissen eines perfekten Finish meistens ordentlich gehobelt wird, gibts heute: Pure Craftmenship. Viel Spaß
Nachdem sich Marios eSATA Umbau eines handelsüblichen Apple Mac Mini im weniger üblichen Media-Center-Betrieb hier überaus großer Beliebtheit erfreut, wenden wir uns umgehend größeren Aufgaben zu. Nachdem sich in Europa die Warterei aufs iPad hinzieht und nicht jeder mit einem iPhone OS richtig glücklich werden wird, bauen wir uns einen vollständig nativen OS 10.6.3 Touchscreen-Rechner, natürlich auf bewährter Mac Mini Basis, und verbauen das ganze mit perfektem Finish in der Küchenwand als High-End-Touchterminal.
Im Heimnetz kann der touchfähige Mini eine ganze Palette denkbarer Steueraufgaben auch abseits der Media-Center-Verwendung erledigen, aber als edler Client in einem Audio-/Video-Heimnetz macht Marios Lösung auch den erwachsenen Systemen mächtig Konkurrenz. Und damit meinen wir nicht nur die Funktionsvielfalt, sondern auch die Kostenseite der Hardware:
Wir präsentieren den großen Touch-Mod als dreiteiliges Video-Tutorial:
1. concept / kit arrives / proof of concept
2. cut out / box / fitting
3. final touches / install / wonderworks
Wie auch von uns erwartet hat Apple Inc. gestern im Rahmen einer Entwicklerkonferenz zum kommenden 4.0er Update des iPhone OS, das auch die Betriebssystem-Basis des neuen iPad ist, eine mobile Werbeplattform namens iAd angekündigt:
iAd
iAd is a breakthrough mobile advertising platform from Apple. With it, apps can feature rich media ads that combine the emotion of TV with the interactivity of the web. For developers, it means a new, easy-to-implement source of revenue. For advertisers, it creates a new media outlet that offers consumers highly targeted information.
iAd basiert naheliegenderweise auf dem System der kürzlich akquirierten Quattro Wireless (wir haben den Kauf hier schon mal oberflächlich analysiert). Apple stellt nach eigener Aussage das gesamte kaufmännische und physische Distributionsnetzwerk, während Applikationsentwickler “lediglich” die gebuchten Ads in Ihren Programmen für einen Erlösquotienten von 60 Prozent platzieren können. Wir werden das in Kürze genauer unter die Lupe nehmen, natürlich insbesondere aus dem gestalterischen Blickwinkel und der geschäftlichen Warte. Während Flash von Apple die rote Karte gezeigt bekommt scheint der – eine schnell wachsende Gerätebasis vorausgesetzt – gute alte sog. “TV”-Spot vor einem Comeback zu stehen. Für alle, die statt bulletpoints immer noch lieber gute Geschichten erzählen, könnten das ganz gute Nachrichten sein. Dabei werden besonders die Buchungsdetails höchstinteressant sein – denn je nachdem, könnte so mancher mit viel Fortschrittselan just ins Moneten-Internet gestartete Verleger nun fürchten, den Kern seines Geschäftsmodells gerade nach Cupertino verschenkt haben.
Update (gesehen bei Mac-Essentials): die gestrige OS-Vorstellung gibts nun auch als Stream
Nerds United beim Visualizers blog: Los gehts mit unserer neuen Rubrik des Hardwaremoddings auf Apples formidabler Mac Mini Basis. Lange galt der Mac Mini ja als günstiger Servergeheimtip, bis Apple den Einsteigerdesktop selbst mit einer OSX Server Lizenz koppelte und recht aggressiv bepreist anbietet. Während kleinere Büros also erst jetzt den Mini als Datenschaufler kennen lernen, ist die “Keksdose” nicht zuletzt wegen ihrer sparsamen Abmessungen bei all jenen zu Hause erste Wahl, die einen etwas flexibleren Medienserver betreiben wollen als es besipielsweise mit Apple TV möglich ist. Wer den Mini als ultimativen Server für Musik und Filme im Heimmnetz inklusive HDMI-Verbindung zum Flatscreen und als digitalen Videorecorder, der sich via iPhone programmieren lässt, nutzen will, der bekommt früher oder später mit dem Mini nur ein (vermeintlich lösbares) Problem: Datenspeicherplatz. Unser Aufmacher oben zeigt ein mögliches Setup, wie es Formel-Fotograf und Modding-Tutor Mario in der heimischen Serverkommode betreibt. Zugegebenermaßen – wenn man sich die Strippen am Router (Gigabit, sonst machts ja keinen Sinn) ansieht ist das eher die High-End-Variante, aber wir wollen den Dingen ja richtig auf den Grund gehen. Halbherzig kann jeder.
Nun bieten sich angesichts der Gigabit-Ethernet Schnittschnelle im Mini natürlich die ungemein populären NAS Platten wie etwa die LaCie 2big Network auf RAID 5 an um etwaige HD-Filme abzulegen und abzuspielen (Steuerung auf dem TV bspw via Front Row).
Problem: HD-Filme ruckeln beim abspielen trotz Gigabit-Ethernet via NAS. Und weil für echte Pros eine Firewire 800 Pladde natürlich viel zu einfach wäre, bauen wir unseren Mini kurzerhand auf eSATA um. Hier entlang bitte Details »
Allmählich ist es an der Zeit Apples iPad wieder etwas genauer aus der Ferne zu betrachten, denn seit unserem ersten virtuellen Wunsch-und-Wirklichkeits-Vergleich Mitte Februar hat sich einiges getan. Während wir hier wieder eher nach dem Business schauen und uns um Entwicklungsfragen kümmern, können sich interessierte die ersten Hardwarebesprechungen und Tests ansehen – die Mac Essentials haben eine Zusammenfassung der maßgeblichen Berichte.
Fangen wir hinten, besser gesagt beim gestern und im übermorgen an: am Samstag kommt der eigenblutgedopte iPod Maxi Details »
Nachdem wir uns letzte Woche bitter über die digitale Version des Druck-SPIEGELs beschwert haben, die anscheinend in einem Anfall von Effizienz-Übereifer angesichts der neuen iPhone Version der Publikation auch die Desktop-Abonnenten nur noch in einem Fünftel ihrer üblichen Größe erreichte, haben wir heuer nochmal nachgemessen und können vermelden: der SPIEGEL Verlag hat seine Hausaufgaben gemacht und mit Ausgabe 10-2010 nun wieder in gewohnter Qualität eine knapp 25 MB große pdf in korrekter Seitenfolge ausgeliefert. So solls sein. Details »
Da hat der SPIEGEL seinen langjährigen Digital-Abonnenten am Wochenende aber einen Bärendienst angetan: anstatt der in den letzten Jahren etwa 20-30 MB großen Komplett-pdf des Druck-Spiegels wird seit Sonntag ein miserabel zusammendistilltes, 8,5 MB großes und optisch völlig verhunztes pdf ausgeliefert, dem obendrein auch noch die Anzeigenseiten fehlen. Das ist insbesondere deshalb ärgerlich, weil sich die Entfernung einzelner Seiten logischerweise nach keinem numerischen Raster richtet, so dass teilweise wahllos wirkend Seiten in der Doppelseitenansicht fehlen. So stehen nun also teilweise linke Seiten (gerade Pagina) rechts und umgekehrt. In der dem Magazin vorbestimmten Form, nämlich der Doppelseitenansicht, ist jeglicher Layouteindruck dahin, die extrem komprimierte pdf Darstellung trägt mit wüsten Kompressionsartefakten ein übriges dazu bei, dass ein bis eben noch vorbildliches digitales Produkt völlig verhunzt an den verduzten “Premium”-Kunden ausgeliefert wird, der, und das sei betont, im Voraus handfestes Geld für sein pdf-Abo bezahlt hat. Man weiß gar nicht was man schlimmer finden soll – die Tatsache, dass der digitale SPIEGEL jetzt nur noch als zerrupftes Einzelseitenexzerpt gelesen ungenießbarer als ein Altpapierfund ist, oder dass die unterirdische Dateigrößen’optimierung’ die ja schon mit genug geschlagene Margot Käßmann auf dem Cover noch mehr verknittert, als es die Umstände ohnehin schon erzwingen.
Fehlschläge passieren immer mal wieder, das liegt in Produktionsumgebungen mit einer Vielzahl Beteiligter in der Natur der Sache. Was die Geschichte beim SPIEGEL aber eher nach Wille als nach mangelndem Können aussehen lässt, ist die Tatsache dass jüngt die unvermeidliche “App” fürs iPhone veröffentlicht wurde, über die der geneigte Abonnent (ganz wie bei der BILD seit letztem Jahr) nun den Druckspiegel auch auf dem Apple-Phone runterladen kann. Anstatt nun der an ein qualitativ hochwertiges digitales Produkt gewöhnten Stammkundschaft Ihr 30 MB pdf zu lassen, und den iPhone Kunden eine runtergerechnete Version anzubieten (was ja Sinn hätte, denn die Auflösung und das Format von 480 x 320 Pixel bei 163 ppi machen größere Dateien unnötig) bekommen nun ALLE diesen Murks vorgesetzt. Unsere bescheidene Meinung: das ist Quatsch und zwar genau die Sorte, die eben mit dem Aufkommen mobiler Netzreader wie iPhone, iPad & Co. gerade nicht passieren sollte. Details »
Right, nach diesem 180 Sekunden-Lacher von Neil Curtis (nicht geschaut? Dann aber bitte mit Ton, der Clip dürfte selbst Die-Hard-Windows-Fans ein Zucken im Mundwinkel entlocken) und einigem Abstand vom hyperventilierten Vorstellungstermin vorletzter Woche wollen wir uns Arthur C. Clarkes Newspad in der Apple-Version etwas genauer anschauen um die ersten Infos des noch recht virtuellen Gerätes mit unseren Prognosen abzugleichen und uns insbesondere die ökonomischen Perspektiven für Marketing und Verlagswesen um die gehärtete Glasscheibe herum näher ansehen. Details »
Aufmerksamen Beobachtern der Mercedes GP Petronas Team-Vorstellung am Montag wird der neue SLS-Spot mit Michael Schumacher aufgefallen sein, der im roten Supersportler als erste offizielle Amtshandlung gekonnt um die bundesrepublikanische Ferrari-Klientel wirbt (Mitschnitte auf Youtube, zum Beispiel hier). SLS-Follower wissen natürlich dass es sich bei dem Spot um einen Cut des ausführlicheren Kampagnenteasers auf dem sls-amg-special handelt (ganz sehenswert, ‘Interaktive Tour starten’ auswählen). Den in beiden Spots zu sehenden Tunnelstunt wird es der Seite zufolge bald auch als iPod touch Spiel geben, drüben beim Passion-blog haben Sie schon erste Screenshots. Spätestens seit gestern dürften die Entwickler indes nicht nur mit den final fixes an der App beschäftigt sein, sondern ggf. auch schon über die großformatige Version fürs iPad nachdenken …
Heute also ist es soweit, Steve Jobs hat nach San Francisco ins Yerba Buena Center for the Arts Theater um 10 a.m. pacific time eingeladen:
Come see our latest creation.
Wir haben uns in den vergangenen Tagen in bequemer Zurückhaltung geübt und nicht jedes Gerücht abgetippt und als Neuigkeit drittverwertet dass inzwischen medienübergreifend zur wohl größten Hype-Welle in Apples Firmengeschichte angeschwollen ist. So weit haben die smarten Vereinfacher in Cupertino (mal wieder) alles richtig gemacht. Die Erwartungen sind inzwischen dermaßen angeschwollen – wie gehabt vor der Vorstellung neuer Äpfel – dass das Gerät und sein Geschäftsmodell nicht nur revolutionär sein müssen, sondern nebenbei nicht weniger als die Rettung der ganzen Medienbranche vollbringen sollen. Ob WSJ, FTD, FAZ, Manager Magazin oder die TAZ – die Gerüchteschleudern tragen in diesen Tagen die ganz großen Namen, und schlagen dabei den unentschlossenen Ton bescherungstrunkener Kinder am Weihnachtsnachmittag an: einerseits auf das große, nie dagewesene Wundergeschenk hoffend und sich im gleichen Atemzug selbstbeschwichtigend einredend, dass man die Vorfreude auf das große Piratenschiff zügeln muß, denn so was tolles kann ja gar nicht in den heimlich aufgestöberten Geschenkkartons drin sein, es könnte ja auch etwas ganz anderes sein, über dass man sich dann auch noch freuen können will. Details »
Dass manche dieser Zweibeiner einen Gottkomplex haben, ist ja nicht nur unter uns Vierbeinern common sense. Dass die Kalifornier hier in Frankfurt jetzt aber chinesische Verhältnisse schaffen geht mir doch etwas zu weit: bloss weil dieser Computerhersteller mit dem weißen Logo einen Laden in der Fressgass eröffnet, haben diese Heinis gleich die ganze Stadt weiß eingefärbt damits auch jeder mitbekommt. Sogar ich. Für meinen Geschmack hätte das ganze ruhig etwas zurückhaltender und vorallem trockener ausfallen können.
Nach der etwas unkoordinierten Absage des ersten Eröffnungsversuchs Ende 2009 (“Wir geben dem letzten Schliff den letzten Schliff”) hat Apple Deutschland heute neue Einladungen verschickt und lädt diesen Samstag ab 11:00 Uhr in die Große Bockenheimer zur Eröffnung des Frankfurter Stores.
Wenn selbst SPon anfängt die Apfel-Tablett-Gerüchte zu einer Story zusammenzubauen, und sich die gadgetgeilen GerüchtekolportiererNYT schon darauf einschießt, dass Microsoft bereits heute abend auf der CES Apple die Show mit einer serienreifen Version Ihres Courier Tabletts stehlen könnte, wenden wir uns in aller Ruhe dem Wesentlichen zu: Business statt Gadgets.
Schließlich ist die Idee mit dem Tablett PC hardwareseitig alles andere als neu. Apple hat schon vor Urzeiten mit dem Newton und einigen nie veröffentlichen Experimenten am Thema gearbeitet, Microsoft war vor einigen Jahren bereits die treibende Kraft der Neuzeit hinter tastaturlosen Mobilcomputern. Wenn diese frühen Gehversuche auch allesamt auf nervige Stifteingaben angewiesen waren, dürfte sich hier nun – wie auch im Mobilfunkmarkt – auf breiter Front der Touchscreen durchsetzen. Wie auch immer – Formfaktor und Funktionalität einer Hardware interessieren uns in unserer Strategie-Serie zum Tablet weniger, denn eingedenk des aktuellen technologischen Standes dürften die erwarteten Geräte keine revolutionären Überraschungen bereithalten. Anders sieht das beim Interface aus, und da erwarten wir von Apple durchaus Überraschungen, wobei damit Microsoft nach den jüngsten Höhenflügen mit bing und Windows 7 (abgesehen von der skurillen Einführungskampagne …) nicht verfrüht abgeschrieben werden sollte.
Den Unterschied und damit die Entscheidung über Erfolg oder just-another-binned-gadget wird ein Contentgeschäftsmodell machen und nicht die Spezifikations-Listen eines Touchscreen-Computers, und da schätzen wir Apple derzeit auf die Pole-Position. Dafür gabs in den vergangenen Wochen einige neue Anhaltspunkte über die hier und hier berichteten Entwicklungen im Zeitungs- und sog. “Print”-Sektor sowie bei den Buchverlagen hinaus:
Auch deutsche Verlage wagen sich zaghaft aus der Deckung um Claims für die Tablet-Dekade abzustecken: Rundschau-Verleger Konstantin Neven Dumont wiederholt in einem kürzlich erschienen Editorial Hubert Burdas Klage gegen die Google’schen Eigentumsdelikte (“Suchmaschinen greifen ab”), ohne allerdings zu erwähnen, dass man als Contentanbieter durch geeignete SEO Maßnahmen der weltweiten Auffindbarkeit des eigenen Schaffens durchaus aktiv Vorschub leistet, und sieht die bundesrepublikanische “politische Hygiene” in Gefahr, da die Medienkrise den investigativen Journalismus bedrohe. Dass schwindende Erlösquellen den Journalismus an sich bedrohen ist sicher eine widerlegbare These, dass engagierte Verleger die adäquaten Mittel haben diesem selbst beklagten Umstand angemessen (unser Anwärter für das Wort des Jahres) zu begegnen beruhigt uns. Interessant ist ganz am Ende folgender Satz, der mit leichter Fremdartigkeit in dem Text steht, und Paranoiker dazu verleiten könnte hier des Pudels Editorials Kern zu sehen:
Daneben gibt es Überlegungen, eine Vermarktungsplattform für Bezahlinhalte deutschsprachiger Verlage und Autoren zu gründen.
Das finden wir doch reichlich interessant, klingt hier doch eine technische Kollaborationsebene unter den deutschen Verlagen an, wie wir sie bereits in den Staaten Ende November gesehen haben (siehe unser Bericht US-Verlage gründen Mediendienstleister) Details »
Reuterszitiert heute den Senior Analyst für Applied Technology von OppenheimerYair Reiner mit einigen Mutmaßungen hinsichtlich Vermarktungszeitpunkt (“launch in late March”) und potentiellen Earnings per Share (“boost of 25 to 38 cents per quarter” bei unterstelltem Stückpreis von ca. 1.000 USD und einer Stückzahl von 1 – 1,5 Mio Units per Quartal) bezüglich des auch von uns vermuteten Apple Tablet Computers. Interessanter als die üblichen Analystenhochrechnungen und Blicke in die Hardwareglaskugel (“10.1-inch multitouch LCD screen”) finden wir Reiners folgende Aussage:
Apple has also approached book publishers to distribute their content electronically, and has offered them a revenue cut of 70 percent without requiring exclusivity, Reiner said.
Das wäre ein sehr direkter Angriff auf Amazons Kindle, der 70 Prozent nur bei voller Contentexklusivität an die Verleger zahlt, ansonsten 50%. Über Contentdeals mit Magazin-Verlegern berichtete Reiner nichts. Währenddessen hat das Konsortium aus Time Inc, Condé Nast, Hearst Corporation, Meredith und the News Corporation laut NYT vorgestern offiziell die Gründung einer bisher namenlosen Unternehmung (“unnamed venture”) zur Gestaltung und Aufbereitung digitalen Magazincontents für Geräte, die noch nicht existieren offiziell bekanntgegeben. Wir berichteten hier. Details »