Nachdem wir uns Anfang November aufs glatte Parkett der Technologiespekulationen hinsichtlich des Apple Tablets und eines Content-Geschäftsmodells begeben haben (Murdoch bestätigt Apple Tablet. Eine spekulative Analyse.) gibts laut New York Observer anscheinend Bewegung im Markt: John Koblin berichtet am 23.11. dass die namhaftesten US-Verlage wie Time Inc., Condé Nast und Hearst kurz vor der Gründung eines gemeinsamen Technologiedienstleisters stehen sollen, der die über 50 (stark miteinander rivalisierenden) Magazine der Verlage wie The New Yorker, Esquire oder Vogue zum crossmedialen Einsatz auf digitalen Plattformen vor- und aufbereiten soll. Das ganze scheint laut Koblin auf einen Online-Shop hinauszulaufen, in dem die so aufbereiteten Magazine möglichst einfach erworben werden können. Die im Observer zitierten (anonymen) Quellen halten eine offizielle Ankündigung der Firma, die angeblich von Time Inc. Executive Vice President John Squires interimsmäßig geführt werden soll, in den nächsten Wochen für möglich. Der ganze Artikel ist hier zu finden.
Anscheinend geht es bei dem kolportierten Ansatz darum, den Magazinen eine digitale Form zu geben, die über die reine pdf Version hinausgeht. Das kann nun einerseits bedeuten, dass sich die Verlage – aufgescheucht von Steve Jobs und seinen Content-Verhandlungen für den Tablet-Computer – für Pest statt Cholera entschieden haben, und die Dinge selbst in die Hand nehmen. Möglich ist aber auch andererseits, dass unsere Spekulation über den iTunes News Store so falsch nicht ist (insbesondere vor dem Hintergrund einer zentralen Werbevermarktung), denn die Aufbereitung der Inhalte zu einem spannenden Produkt, das mehr kann als das durchblättern eines gedruckten Heftes aber gleichzeitig die Qualität und Ästhetik großer Magazine bewahrt wäre auch dafür eine Grundvoraussetzung. Es bleibt also weiterhin sehr spannend.
Nicht zuletzt weil issuu (die wir beispielweise nebenan zum Bilderbuch-hosten verwenden und hier vorgestellt haben) in Ihrem blog die (wenn man Apple kennt und fürchtet) etwas verstörende Frage “Issuu Launches on Apple’s iTablet or on Amazon’s Kindle?” stellt. Deren Geschäftsmodell ist durch solche Avancen nämlich entweder stark bedroht oder kurz vor dem abheben. Und wir können uns niemanden bei Sinnen vorstellen, der mit Apple Inc. zusammenarbeiten will und gleichzeitig einen Photoshop Mockup des Tablets ins Netz stellt.






































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[...] 25.11.2009 Apple Tablet follow-up: US-Verlage gründen Mediendienstleister [...]
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